Generation Y

By Oktober 17, 2018Newsletter, Zielgruppen

Fragen zur Persönlichkeit

Die Kernfrage, die die Digital Natives bewusst oder unterbewusst beim Einkaufen umtreibt, lautet: Wie unterstützt ein Produkt meine Persönlichkeit?  Machen Sie den jungen Kunden daher Angebote, die ihnen diese Frage beantworten, rät Andreas Löbke von der Marketingberatung Co Concept. Die Zielgruppe muss bei ihrer Triebfeder gepackt und mit der Erfüllung ihrer Wünsche abgeholt werden.

Dialogbereite Jugend
Im Gartencenter und dort, wo Pflanzen verkauft werden, scheint man davon auszugehen, dass die Kunden jenseits der 55, also die treuen Stammkunden, nachwachsen. Dass der Mensch, erreicht er erst das entsprechende Alter, sich automatisch in einen Kunden mit den altbewährten Verhaltensmustern und Produktvorlieben verwandelt. In einen Kunden, der sich in unseren Gartencentern und Pflanzenmärkten, wie sie sich heute darstellen, wohlfühlt. „Ein Irrtum“, analysiert der Marketingexperte. Und deshalb sei es vorderste Aufgabe, das Wesen der jungen Kunden ein wenig zu ergründen – um sie überhaupt mal ansprechen zu können. Denn das wollen sie, weiß Löbke: „Die Jugend wartet auf Dialog. Sie wird gern angesprochen. Aber: Man muss ihnen etwas anbieten, was ihren Bedürfnissen entgegenkommt.“

Generation ‚Me‘
Während die in den 80er und 90er Jahren Geborenen die Konsumwelt noch kennen, wie sie lange war, kam der große Bruch danach. Die um die Jahrtausendwende herum geborenen Millenials sind die Digital Natives, die von Kindesbeinen an das komplette digitale Instrumentarium nutzen. E-Commerce und stationäres Einkaufen kennen sie schlicht und einfach gleichrangig als Alternativen für Konsum. Bei ihnen sind die klassischen Werte massiv ins Wanken geraten. Die übliche Karriereleiter zu klettern ist ihnen nicht mehr so wichtig. Im Vordergrund stehen Freizeit, Unabhängigkeit, Lebensgefühl, Selbstdarstellung im Jetzt. Bisweilen nennt man sie auch die ‚Generation Me‘.

„Was bringt mir das?“
„Sie hinterfragen stark, sie interessieren sich für gesunde Produkte, Qualitätsversprechen, nachhaltigen Konsum, immer aber mit der Intention, persönlichen Mehrwert mit einem Produkt zu erzielen“, so Löbke. „Klassische Statussymbole spielen dabei keine Rolle. Aber wenn eine Umverpackung kompostierbar ist, dann inszenieren sie das Produkt so, dass es alle mitbekommen.“ Ihre zentrale Frage an die Produkte, mit denen sie sich umgeben, lautet, so Löbke: „Um welchen Wert erhöht dieses Produkt meine Persönlichkeit?“

Die Antworten auf diese Fragen bilden die Basis für den Dialog, für Vermarktung und Vertriebsform von Produkten. Die „richtigen“ Kanäle zu wählen, also auch die sog. sozialen Medien zu aktivieren, um in den Dialog zu treten, ist dann der nächste Schritt.

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